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Kieferorthopädische Chirurgie

Gelegentlich ist im Rahmen einer kieferorthopädischen Therapie von Kindern und Jugendlichen ein kleiner oralchirurgischer Eingriff notwendig. Dazu zählen die Freilegung von verlagerten Zähnen und die Korrektur von Lippen- oder Zungenbändchen:

Bei Zahn- und Kieferfehlstellungen verbleiben Zähne hin und wieder im Kiefer. Man spricht von „retinierten“ Zähnen. Oft liegen sie gleichzeitig schief im Kieferknochen („verlagerte Zähne“).

Um sie während der kieferorthopädischen Behandlung regelgerecht in die Zahnreihe einordnen zu können, muss zunächst ein Teil der Zahnkrone freigelegt werden. Das geschieht während eines kleinen Eingriffs in unserer Praxis. Auf der Zahnkrone wird anschließend ein Bracket („Halteplättchen“) angebracht und mit der Zahnspange verbunden. So wird der Zahn im Laufe mehrerer Monate an seinen vorgesehenen Platz verschoben.

  • Zungenbändchen: Wenn das Zungenbändchen verkürzt oder zu breit ist, schränkt es die Beweglichkeit der Zunge ein. Es kann zudem eine Zahnfehlstellung der unteren Schneidezähne hervorrufen. In diesem Fall sollte es durchtrennt werden.
  • Lippenbändchen: Ist das Lippenbändchen zu straff, kann es zu einer Lücke zwischen den Schneidezähnen und zu einem Zahnfleischrückgang kommen. Es sollte durchtrennt werden, damit sich die Zahnlücke wieder schließen kann. Bei Kindern geschieht dies meist bereits schon durch das natürliche Wachstum. Sonst kann die Lücke kieferorthopädisch behandelt werden.

Der Eingriff verläuft kurz und schmerzlos: Die Mundschleimhaut wird betäubt und das störende Bändchen mit einem feinen Instrument eingeschnitten. Die kleine Wunde heilt nach wenigen Tagen wieder.

Mehr über die Anatomie des Kiefers erfahren Sie im Zahnratgeber.